NTFS-Partitionsverlust nach Laufwerkkomprimierung

TestDisk benutzen um verlorene Partitionen wiederherzustellen
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falko
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NTFS-Partitionsverlust nach Laufwerkkomprimierung

#1 Post by falko » 23 Feb 2013, 22:35

Hallo zusammen,

nachdem auf einer Partition eine Laufwerkkomprimierung nicht korrekt abgeschlossen wurde, sind nun beide NTFS-Partitionen einer 750GB-Festplatte verloren.

Leider erweist sich die Analyse mit TestDisk als kompliziert. Zuvor habe ich die Festplatteninitialisierung in der Datenträgerverwaltung manuell vorgenommen.
Sobald ich aber in TestDisk die Festplatte ausgewählt habe, ziehen sich die Zugriffe und das Durchschalten durch die Menüs über mehrere Minuten.

Die Liste der erkannten Partitionen ist leer
analyze.jpg
analyze.jpg (40.66 KiB) Viewed 1746 times
und die nachfolgende Quicksearch braucht pro Zylinder ebenfalls teils mehrere Minuten und endet mit einem "read error", was ich nach einigen Stunden (300 Zylinder / 1%) dann abgebrochen habe.
quicksearch.jpg
quicksearch.jpg (33.59 KiB) Viewed 1746 times
Könnt ihr mir hier evtl. helfen? Wo liegt hier das Problem?

Im voraus schon einmal vielen Dank für eure Hilfe!!


Viele Grüße

Falko

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Re: NTFS-Partitionsverlust nach Laufwerkkomprimierung

#2 Post by falko » 25 Feb 2013, 19:09

Hat niemand einen Rat?

Viele Grüße
Falko

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Re: NTFS-Partitionsverlust nach Laufwerkkomprimierung

#3 Post by Fiona » 26 Feb 2013, 11:13

Lesefehler können dazu führen, das Datenrettungssoftware hängt.
Teste mal deine Platte mit CrystalDiskInfo auf schlechte Sektoren;
http://crystalmark.info/software/Crysta ... dex-e.html

Viele Grüße

Fiona

falko
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Re: NTFS-Partitionsverlust nach Laufwerkkomprimierung

#4 Post by falko » 26 Feb 2013, 18:14

Hallo Fiona,

danke für deine Antwort.

Anbei ein Screenshot der Ergebnisse von CrystalDiskInfo
CrystalDiskInfo.jpg
CrystalDiskInfo.jpg (98.77 KiB) Viewed 1691 times
Bei ComputerBase (http://www.computerbase.de/artikel/lauf ... r_kopieren) habe ich einen Artikel von dir gefunden, in dem du schreibst, dass wenn TestDisk, so wie in meinem Fall, Lesefehler feststellt, man die Daten kopieren sollte.

Ich habe versucht, mit GetDataBack ein Image zu erstellen. Da aber auch dieses anscheinend sehr viel Zeit in Anspruch nimmt, noch nicht abgeschlossen (sofern überhaupt möglich).
Alternativ habe ich hier (http://www.cgsecurity.org/wiki/Beschädigte_Festplatte) gesehen, wie du das Duplizieren mit ddrescue beschreibst.

Hälst du eines von beiden in meinem Fall für sinnvoll/erfolgversprechend, oder sollte ich gar anders vorgehen?


Vielen Dank und viele Grüße

Falko

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Re: NTFS-Partitionsverlust nach Laufwerkkomprimierung

#5 Post by Fiona » 01 Mar 2013, 08:23

Clonen ist eine gute Idee.
Du kannst dazu eine gleich große oder jede größere Platte nehmen, da die Speicheradressierung (LBA-Logical Block Addressing) immer gleich ist.
Problem ist, es kann nicht genau festgelegt werden, warum die Komprimierung abgebrochen ist.
Vielleicht wegen bad sectors?
Teile mal mit, wenn du die Platte geklont hast.
Stresse die Platte nicht und keine Schreibzugriffe.
Setze mir mal einen Screen von TestDisk Analyse um deine Partitionstabelle zu beurteilen.
Im Fall gibt es vielleicht den Trick eine Bootsektordiagnose zu machen.
Dabei wird das Dateisystem untersucht und die Daten können solange das Dateisystem nicht schwer beschädigt ist angezeigt und kopiert werden.
Ist nur nur ein leichter Pendant zum scannen mit Datenrettungssoftware welche hängt und nur ein Test.

Viele Grüß0e

Fiona

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Re: NTFS-Partitionsverlust nach Laufwerkkomprimierung

#6 Post by falko » 03 Mar 2013, 19:03

Hallo Fiona,

anbei das Ergebnis von ddrescue
ddrescue.png
ddrescue.png (26.33 KiB) Viewed 1637 times
Leider habe ich, wie zu erkennen, nur den ersten der in dem Wiki-Beitrag angegebenen Befehle durchgeführt, da ddrescue bei dem zweiten Befehl ebenfalls darauf hinwies, dass die Output-HD kein regular file ist und es empfiehlt, mit --force weiter zu arbeiten. Das habe ich schön bleiben lassen.

Ein anschließender Testdisk auf der neu geklonten Festplatte sieht wie folgt aus
partition_structure.jpg
partition_structure.jpg (41.62 KiB) Viewed 1637 times
und ein Quick Search so
quick_search.jpg
quick_search.jpg (42.13 KiB) Viewed 1637 times
Ich habe gelesen, das Schöne an ddrescue sei, dass man es wieder und wieder laufen lassen könne und es auf den bestehenden geretteten Daten aufbaue. Dadurch ließe sich meine errsize von 174 GB doch bestimmt weiter senken. Wieso möchte es in meinem Fall denn mit --force meine output-HD überschreiben? Dann wäre doch alles wieder weg, oder nicht?

Ich muss noch dazu sagen, dass sich neben den beiden NTFS-Partitionen noch eine vom Notebook-Hersteller eingerichtete Backup-Partition des Betriebssystems hinterlegt war. Ist das die jetzt gefundene MS Data-Partition?

Vielen Dank für die Hilfe und viele Grüße

Falko

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Re: NTFS-Partitionsverlust nach Laufwerkkomprimierung

#7 Post by Fiona » 04 Mar 2013, 10:10

MS Reserved und MS Data weisen darauf hin, das deine Platte gegenwärtig nicht auf Intel MBR basiert sondern auf GPT (GUID partition table).
Du solltest mal in TestDisk, partition table type Intel probieren.
Die Partition MS Data zeigt an, das sie über das Ende der Festplatte hinausgeht.
Hier hatten ich öfters einen Trick verwendet und die Platte im Menü Geometrie virtuell für Datenrettungszwecke vergrößert.
Wiederhole mal die Diagnose, wenn du vorher GPT verwendet hattest, wird jeder Sektor untersucht.
Bei Intel werden nur die Bereiche an denen Intel-Partitionen anfangen und enden untersucht.
Könnte vielleicht erfolgreich sein?
Ansonsten teste mal Drive Image von runtime;
http://www.datenrettung-etc.de/driveimage-xml.htm

Viele Grüße

Fiona

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