Gesucht: Linux-Tool zum Bit-für-Bit-Sichern einer Platte

TestDisk benutzen um verlorene Partitionen wiederherzustellen
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halfbrain
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Gesucht: Linux-Tool zum Bit-für-Bit-Sichern einer Platte

#1 Post by halfbrain » 06 Aug 2013, 08:47

Welches ist

das beste TUI-

und welches

das beste GUI-Tool

unter Linux,

um Platten, die nicht mehr richtig laufen bzw deren Inhalte nicht mehr standardmäßig zugänglich sind,
Bit für Bit auf eine gleich große oder größere externe Platte sichern zu können?

Dank u Gruß

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halfbrain
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Re: Gesucht: Linux-Tool zum Bit-für-Bit-Sichern einer Platte

#2 Post by halfbrain » 06 Aug 2013, 21:31

Als TUI-Tool habe ich inzwischen das

ddrescue

von Antonio Diaz ausgeschaut. Hier http://www.manpagez.com/info/ddrescue/d ... 2.php#SEC2
habe ich Hintergrundinfos zu ddrescue gefunden.

Was mir aber inzwischen noch nicht klar ist, ob die eine viel größere Rettungsplatte komplett leer sein muss oder ob dort auch bereits andere Daten vorhanden sein dürfen?

In meinem Fall will ich von meinem halbtoten System mit 2 eingebauten Platten

1 x 750GB [sda] davon 542 GB [sda1] verschwunden

und

1 x 2TB [sdb] tadellos

die verschwundene sda1 bit für bit auf eine 3. externe 3TB-Platte [sdd] sichern.

Auf der 3TB-Platte habe ich aber schon andere Sicherungen in der Größenordnung 0,5 GIB liegen. Diese Daten werden mir in 8 Ordnern und dem Ort [sdd2] angezeigt.

Wenn ich nun den Befehl

ddrescue -n /dev/sda1 /dev/sdd logfile

eingebe. Gibt mir ddrescue zurück, dass es schon eine File gäbe und ich den Parameter --force benutzen müsste, damit die vorhandene File überschrieben werde.

Meine Fragen sind nun die:

1. Bezieht sich die angeblich vorhanden File auf ein etwaiges schon aus einem ersten Versuch vorhanden logfile oder wird diese Gefahrenmeldung ausgegeben, weil die 3TB-Platte [sdd] eben nicht leer ist, sondern schon die 8 Verzeichnisse mit insgesamt ca 0,5 GIB auf sdd2 vorliegen.

2. Ich sehe kein sdd1 auf der 3TB-Platte. Warum nicht?

3. Kann ich als Sicherungs- bzw Zielplatte einfach sdd3 in einem statt oben so

ddrescue -n /dev/sda1 /dev/sdd3 logfile

abgeänderten Befehlskette angeben? Und würde dann ddrescue die für mich nicht sichtbare sdd1 und die für mich sichtbare sdd2 schonen und nicht überschreiben, sondern brav nur leeren Space benutzen und diesen befehlsgemäß als sdd3 benutzen?

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Fiona
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Re: Gesucht: Linux-Tool zum Bit-für-Bit-Sichern einer Platte

#3 Post by Fiona » 07 Aug 2013, 06:12

DD oder dd rescue sind die am meisten bekannten oder benutzten.
Wichtig ist immer eine Sektorkopie.
Die Platte muss gleich groß oder größer sein, da die Speicherverwaltung LBA immer gleich ist.
Auch mal Infos hier;
http://www.cgsecurity.org/wiki/Besch%C3 ... Festplatte
Vielleicht auch mal Clonezilla anschauen?
http://www.clonezilla.org/

Festplatten über 3 TB kann ein Intel-MBR nicht mehr verwalten.
Hier heißt es entweder GPT oder wenn es mit erweitertern Format-Tool (advanced format) bei 4 KB-Sektoren war, kann es ziemlich problematisch werden, da dieses Format kein Standard ist.
TestDisk arbeitet zum Beispiel Intel, EFI-GPT etc.. als Standard.
So kann es aber bei Nicht-Standard -Tools welche Barrieren der Speicherverwaltung über 2.2 TB aushebeln zu ungewohnten Ergebnissen kommen.

Weißt du wie deine Platte vorher partitioniert und formatiert war?

Viele Grüße

Fiona

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Re: Gesucht: Linux-Tool zum Bit-für-Bit-Sichern einer Platte

#4 Post by halfbrain » 07 Aug 2013, 08:56

Hallo Fiona, danke für's Antworten.

Hier http://forum.cgsecurity.org/phpBB3/vist ... t2643.html
ist mein Plattenproblem beschrieben. Dort habe ich auch eine testdisk-logfile hinterlegt.

Die 750GB-Platte, die mir die Probleme macht, weil sie nicht mehr bootet und c:\ nicht mehr zu sehen ist, dürfte als NTFS formatiert u wohl so partitioniert sein:

C:\ D:\ E:\ oder aus A:\ oder B:\C:\D:\E:\

wobei auf D:\ standardmäßig und überwiegend das HP-Recovery- Material liegen dürfte.

Gruß fro

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Re: Gesucht: Linux-Tool zum Bit-für-Bit-Sichern einer Platte

#5 Post by halfbrain » 09 Aug 2013, 23:55

Also dd und dd_rescue (MIT unterstrich) sind, soweit ich das an zig Internetstellen lesen konnte, inzwischen mehr oder weniger überholt, weil

ddrescue (OHNE unterstrich) von Antonio Diaz, cleverer entworfen ist und vor allem bei platten, die auch schon mechanische schäden zeigen, immense vorteile aufweist.

meine empfehlung lautet daher, wenn eine platte oder eine partition (ob mechanisch oder sonstwie defekt) zunächst gesichert werden soll, mit ddrescue zu arbeiten! zum jetzigen zeitpunkt (Mitte August 2013) ist auf der knoppix-dvd version 7.2 auch ddrescue in dieser version enthalten: GNU ddrescue version 1.16

meine sorge weiter oben, dass bei dessen anwendung auf einem ziel- bzw sicherungsmedien vorhandene daten einfach überschrieben werden, trifft nicht zu, wenn man sich zuvor auf einer platte, die durchaus auch andere daten enthalten kann, aber natürlich für die kopie ausreichend platz haben muss, vor dem initiieren des sektorweisen kopierens, ein verzeichnis eingerichtet hat, in das dann das sicherungs-image als iso geschrieben werden kann.

ddrescue sollte immer beim ersten mal mit dem parameter -n und mit der gleichzeitigen angabe einer log-datei ausgeführt werden, nur dann ist sicherstellt, dass bei einem weiteren durchlauf nur noch fehlerhafte sektoren erneut geprüft werden oder man das schreiben des images unterbrechen und wieder an der unterbrochenen stelle aufnehmen kann, wo man aufgehört hatte.

in meinem fall ist ja die sda1 mit 582 GB funktionsuntüchtig und soll daher vor echten manipulationen mit testdisk als image völlig unverändert gesichert werden.

da ich im system auch eine externe 2TB-platte als sdd hängen habe, richte ich dort ein sicherungsverzeichnis ein, weil auf der platte auch schon andere sicherungsdateien angelegt habe und vermeiden möchte, dass diese versehentlich überschrieben werden.

nachdem ich zig befehlsvarianten ausprobiert habe, hat diese hier endlich tadellos funktioniert:

ddrescue -n /dev/sda1 /media/sdd2/backup_sda1/daten.iso /media/sdd2/backup_sda1/logfile.log

rot = befehl mit defekter platte bzw partition
blau = zielort der sektor-kopie und name der zieldatei
grün = zielort und name der log-datei

für die zu sichernden 582 GB lief das dann was mit 7 stunden!

So sehen dann die Zieldateien aus:
ddrescue ergebnis.png
ddrescue ergebnis.png (55.02 KiB) Viewed 1008 times
Die Fertigmeldung des Systems sieht dann so aus, wobei meine Platte keine hörbaren mechanischen Fehler aufweist und daher ddrescue ungehindert durchkopieren konnte:
fertigmeldung.jpg
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